Der Körper ist der Wagen, die Buddhi (Vernunft) der Wagenlenker und das Denken die Zügel. Nur solchen Nutzen hat die Schrift Traditionell gehören die Kommentatoren einer spirituellen Tradition oder Schule und bestimmten Gurulinien an, die jede für sich beanspruchen, am zuverlässigsten den Originaltext wiederzugeben. Folgerichtig wird daher von Ramanuja der Weg der Hingabe (Bhakti-Yoga) als die wichtigste Botschaft der Gita bezeichnet. Radhakrishnan schreibt, dass nach Aussage der Bhagavad Gita „ein Kampf zwischen Gut und Böse in der Welt stattfindet, an dem Gott innigen Anteil nehme“. Die Gita, wie sie in Indien verkürzt genannt wird, besteht aus 700 Strophen, die auf 18 Gesänge bzw. Im Anschluss an die Erläuterung zentraler Lehrinhalte des Hinduismus werden die religiöse Praxis Chr. In der Bhagavad Gita bildet sich ein Zwiegespräch zwischen Krishna, einer irdischen Erscheinungsform von Vishnu, dem Lehrer, und Arjuna, dem Schüler, ab. Kein Text der Hinduliteratur wird so viel gelesen, so oft auswendig gelernt und so häufig zitiert wie diese Verse. Die Bedeutung der Bhagavad Gita erstreckt sich jedoch nicht nur auf Indien, auch für viele Nicht-Hindus gehört sie zu den großen religionsphilosophischen Dichtungen der Weltliteratur. Andere moderne Kommentatoren waren Swami Vivekananda und Sarvepalli Radhakrishnan. Das erste Buch war 1823 die Bhagavad Gita mit einer lateinischen Übersetzung von August Wilhelm Schlegel. 1200 v. Chr. Durch diese unterschiedlichen Auslegungsmöglichkeiten ist das Gedicht Mittelpunkt für die verschiedensten Glaubensrichtungen. Aus diesen drei Scripten wird die Hindu Ethik gebildet, die den Hindus hilft sich im täglichen Leben wie auf ihrer spirituellen Reise führen zu lassen. Die Bhagavad Gita ist ein Teil des Mahabharata (Sanskrit, महाभारत, Mahābhārata [mʌhaːˈbʱaːrʌtʌ] „die große Geschichte der Bharatas“ im Sinne des Epos vom Kampf der Bhāratas), der Schrift über die Familie Bharata (Sanskrit भारत bhārata [ˈbʱɑːɻət̪ə]) und deren Nachkommen (Schlacht zu Kurukshetra). Wenn rings ist überschwemmt das Land, Die Bhagavadgita ist das sechste und bekannteste Buch des großen indischen Heldengedichts Mahabharata. Es trägt das All, und unberührt genießt es jede ‚Eigenschaft‘. Dies führt dazu, dass Interpretationen ganzer Abschnitte in den Literaturwissenschaften des Westens oft mit den traditionellen Ansichten nicht übereinstimmen. Beispiel (1. Die Bhagavad Gita Die heilige Schrift der Hindus. Karma - yoga - Handeln im Krisna - Bewußtsei Aus einer dieser Schulen bzw. Im Lernstoff der Hochschulen kommt der Text vor, sagt die Professorin, aber: "Die Gita spielt im Curriculum nur eine Randrolle. Jahrhundert v. Chr. Das ‚Licht der Lichter‘ heißt man es, das jenseits alles Dunkels thront, Erkennen und Erkenntnisziel; in jedes Wesens Herz es wohnt.“. Die Gita fußt auf einer spirituellen Tradition, die sich von den ältesten indischen Verssammlungen, dem Rig-Veda bis hin zu den Upanishaden, erstreckt. ), der Upanishaden Brahman ist ein apersonales Konzept des Göttlichen, das keinen Schöpfer und keinen Demiurg beinhaltet, es wird als Urgrund des Seins vorgestellt, ohne Anfang und ohne Ende. Aus dieser Zeit stammt die volkstümlichste, meistgelesene heilige Schrift der Hindus - die Bhagavadgita ("Gesang des Erhabenen") ,die deshalb auch als "Bibel der Hindus" bezeichnet wird. Der heil’gen Veden anvertraut, ", Unterwegs im Namen Krishnas: Indiens Premierminister Narendra Modi im Wahlkampf. In einem Zwie­gespräch zwischen Krishna und Arjuna auf einem indischen Schlachtfeld, welches symbolisch für die Kämpfe im Menschen zwischen seinem Ego und seiner höheren, wahren Na… Von Gerd Brendel. Nach ihm weisen auch die Lehren der Gita auf die Erkenntnis einer sich als pure Erscheinung (Maya) manifestierenden, differenzierten Wirklichkeit sinnlicher und gedanklicher Erfahrung. Den Nutzen, den ein Brunnen hat, Chr.). Übersetzer (Heilige Schriften)‎ (2 K, 12 S) Einträge in der Kategorie „Heilige Schriften“ Folgende 21 Einträge sind in dieser Kategorie, von 21 insgesamt. Was für dich funktioniert, muss nicht für mich funktionieren. In der Baghavadgita spricht Krishna: "Es gibt kein höheres Gut für den Kshatrya" – einen Angehörigen der Kriegerkaste – "als die gerechte Schlacht". Stattdessen pocht sie auf die Wahrheit, die in eigener Selbsterkenntnis gewonnen wird. Sie hat die Form eines spirituellen Gedichts. Deshalb beziehen wir beim Vergleich die entsprechend hohe Vielzahl von Eigenarten in das Testergebniss mit ein. Krishna unterscheidet zwischen Wirklichem und Nichtwirklichem. Brahman ist nicht definierbar in Raum und Zeit. Der größte Teil des Werkes besteht aus zwei Verszeilen, die aufeinanderbezogen sind. [2] Vishnu avancierte in der Zeit der Niederschrift des Werkes neben Shiva zu einem der Hauptgötter des Hinduismus. Sie ist nicht nur das meistgelesene, sondern auch das meist idealisierte Buch der Weltliteratur.“[18], Robert Boxberger, neu bearbeitet Helmuth von Glasenapp, Reclam 1955, Bhagavadgita 2,42 und 2,43, Robert Boxberger, neu bearbeitet Helmuth von Glasenapp, Reclam 1955, Bhagavadgita 2,46, Robert Boxberger, neu bearbeitet Helmuth von Glasenapp, Reclam 1955, Bhagavadgita 5,2, Zitiert nach der deutschen Übersetzung der Bhagavad Gita des S. Radhakrishnan aus dem Verlag R. Löwit, Śrî Śrîmad A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupâda, Bhagavad-Gita, Sanskrit-Umschrift mit grammatischer Wort-für-Wort-Analyse und ausführlicher Vokabelliste pro Vers, inkl. Al Biruni, ein persischer Universalgelehrter, hat sich mit ihr um 1000 in seinem berühmten Buch über Indien, dem Kitab-al-Hind, beschäftigt. bis 500 v. Oft wird nach dem Unterschied von Hinduismus und Buddhismus gefragt. Was Gandhi dazu gesagt hätte? Diese werden auch als Kanon bezeichnet, im Christentum und Judentum der Biblische Kanon, die Bücher, die zur Bibel gehören. Arjuna, der dritte der Söhne des Pandu, befindet sich in einem persönlichen Konflikt zwischen der Zuneigung zu seinen Verwandten auf der Gegenseite und seiner Pflicht als Fürst und dem rechtmäßigen Anspruch seiner Familie auf Land und Thron. Das Bild der Kutsche mit Krishna als Wagenlenker und dem verzweifelten Arjuna ist ein bekanntes und weit verbreitetes Motiv darstellender Kunst und als Wandschmuck in vielen Hindu-Haushalten zu finden. Doch wird vor dem Entsagenden Die Bhagavad Gita Die heilige Schrift der Hindus. In den Smriti erzählen weise Menschen Geschichten über die Götter. Wie kann ich über dich urteilen. Die Schwierigkeit besteht in der Unterscheidung zwischen der Welt, dem Nichtwirklichen und dem Göttlichen, dem Wirklichen. Es geht nicht um realen Krieg, sondern um den Krieg in uns", so Puri. Die Bhagavada Gita fußt auf den Grundlagen der älteren Veden, so den Frühvedische Schriften, dem orthodoxen Brahmanismus, Schriften des Yogas aber insbesondere den Upanishaden, als Spätvedische Schriften, letztere beschäftigten sich mit der Essenz der vier Veden und bildeten so die Grundlage des Vedanta. Durch die Weisheit der Unterscheidung von Wirklichem und Nichtwirklichem erlangt man Glückseligkeit. Diese achtzehn Kapitel des Epos haben das gesamte indische Geistesleben beeinflusst. Schließlich kommt es auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra, der „Stätte der Kurus“, zu einer großen Schlacht. die wichtigste heilige Schrift des Hinduismus. Kapitel verteilt sind. Um entsprechend zu handeln: Die Moral eines Prinzen im Mahabarata ist nicht dieselbe wie die einer Computeringenieurin im Bombay von heute oder eines indischen Intellektuellen im Kampf gegen die britische Kolonialherrschaft. Eine populäre Deutung dieses geistigen Bildes enthält die Katha-Upanishade (II.3–4): „Erkenne den Atman als den Herrn der Kutsche. Viele Hindus ziehen das Buch als wichtigen Ratgeber heran, und auch für Mahatma Gandhi war es von erheblicher Bedeutung: „In der Bhagavadgita finde ich einen Trost, den ich selbst in der Bergpredigt vermisse. Die Heilige Schrift ist im Christentum ein Synonym für die Bibel.. Im folgenden werden normative Texte von Religionen als heilige Schriften bezeichnet.. Ich bin mir sicher, dass dieses Werk niemals seine Kraft und Wirkung auf mich verlieren wird, da es so viele verschiedene Ebenen dee Erkenntnis in sich birgt. Arjuna sagt, dass er sich besonnen hat und nach Krishnas Worten handeln will. In ihnen werden die Begriffe Brahman und Atman weiter ausgeformt. In allen Wesen, in allem Seienden ist Atman enthalten und damit ist alles göttlich. Zerteilt durchdringt die Wesen es und bleibt in Wahrheit ungeteilt. Seit dem 3. ), der Upanishaden (Spätvedische Schriften ca. Dabei geht die Vorstellung von der Bhagavadgita als Quasi-Bibel des Hinduismus auf die britische Kolonialzeit zurück. [12] Arthur Schopenhauer zitiert die Schlegel-Übersetzung in der zweiten Auflage seines Hauptwerks Die Welt als Wille und Vorstellung von 1844. Um 1600 hat Abul Fazl, der Historiograf des Mogulherrschers Akbar I. des Großen, das Werk in persische Prosa übertragen. In Kapitel IV, 7–8 verspricht Krishna, immer wieder zu inkarnieren: „O Sohn des Bharata, so oft ein Niedergang des Dharma (Rechtschaffenheit, Tugend) und ein Überhandnehmen von Ungerechtigkeit und Laster in der Welt eintritt, erschaffe ich mich selbst unter den Kreaturen. entstandene Text ist eine Zusammenführung mehrerer verschiedener Denkschulen des damaligen Indien auf Grundlage der älteren Veden (Frühvedische Schriften ca. Im 20. Sie akzeptiert dabei im Grundsatz die spirituellen Überlieferungen; kritisiert aber auch bestimmte Vorstellungen, und geht in ihren höchsten spirituellen Inspirationen über das vergangene Wissen hinaus. Oktober 2020 um 14:42 Uhr bearbeitet. In ihren Seminaren an der JNU, der Neru-Universität, einer der wichtigsten Hochschulen in Neu-Delhi, beschäftigt sich Puri vor allem mit Gandhis Rezeption der Bhagavadgita. Der vermutlich zwischen dem 5. und dem 2. Es gehört zu den Smriti. Arjun schreckt davor zurück, gegen seine Cousins in den Krieg zu ziehen. In einigen Strophen wird von diesem Metrum ohne erkennbaren Grund abgewichen. Sie zählt zu den Smriti (Sanskrit, f., स्मृति, smṛti, „was erinnert wird“), das sind die Epen (Dichtung) Itihasa (Sanskrit: इतिहास itihāsa m.; wörtl. Einführung in den Hinduismus 1. [4] So wird in den Kapiteln 1–6 der Bhagavad Gita das Handeln zum Thema haben (Karma Yoga Sanskrit: कर्मयोग karmayoga m.), das wiederum im Wissen um die Wirklichkeit des Atman gründet, damit der Adept in der Verwirklichung des wahren Selbst voranschreiten kann. Transzendentales Wissen 5. Weil es Arjuns Dharma entspricht. Auf seines Wagens Sitz zurück, ), des Yoga u. a. m., steht aber den Upanishaden gedanklich am nächsten.[1]. Riesige Sammlung, hervorragende Auswahl, mehr als 100 Mio. Jahrhundert v. Chr. [14] Anderer Ansicht ist dagegen Ramanuja, der im elften Jahrhundert lebte und lehrte, dass die erfahrbare Welt keine Täuschung oder Illusion, sondern in all ihrer Vielfalt real ist, diese Realität gleichwohl aber vom Allerhöchsten abhänge. Krishna, der Protagonist der Bhagavad Gita, gilt als Avatara (Sanskrit अवतार avatāra, „Inkarnation, Herabkommen, Manifestation Gottes“), als Inkarnation des Gottes Vishnu auf Erden. Die Bhagavadgita gilt als berühmtester Text des Hinduismus. (picture alliance / Godong / Philippe Lissac). Lehrmeinungen stammten die Upanishaden. Er schreibt: „Weil sich in ihr so wunderbare Sätze von der innerlichen Losgelöstheit von der Welt, von der hasslosen und gütigen Gesinnung und von der liebenden Hingebung an Gott finden, pflegt man das Nicht-Ethische, das sie enthält, zu übersehen. ", Für menschliches Tun bedeutet das, ohne innere Anteilnahme zu handeln, ohne Interesse an Erfolg oder Misserfolg. Das Nichtwirkliche ist die gewöhnlich wahrgenommene Welt. Keine Registrierung notwendig, einfach kaufen. So verkörpere ich mich von Periode zu Periode für die Bewahrung der Gerechten, die Zerstörung der Boshaften und die Aufrichtung des Dharma.“. Zur Ruhe und Beständigkeit.[5]. Januar. Heilige Schriften im Hinduismus. In der Fernsehdiskussion über die Freiexemplare für College-Studierende blieb der Bildungsminister von Maharashtra auf die Frage nach den 18 Kapitelüberschriften der Gita die Antwort schuldig. Alles Existierende ist gegenüber dem Absoluten eine Täuschung, eine Illusion (Maya). (picture alliance / Pacific Press / Saikat Paul). Die Erzählungen aus den Veden sollen mehr als 5.000 Jahre alt sein und sind die ältesten überlieferten religiösen Texte der … Daraus ergeben sich geistige Anknüpfungspunkte, aber auch wesentliche Unterschiede (siehe Beitrag Die Botschaft der Bibel). Der Name Bhagavadgita bedeutet „Gesang des Erhabenen“. [3] Beim Studium ergeben sich oft scheinbare Widersprüche: Während einige Stellen anscheinend einen Dualismus lehren – die Zweiheit von Natur und Geist, von Gott und Mensch –, lehren andere die Einheit. Nach Aussage des Indologen Helmuth von Glasenapp lässt sich die Treffsicherheit des Ausdrucks und der Hauch des Weihevollen, die dem Urtext eigen sind, nicht voll übertragen. Die verschiedenen Übersetzer und Kommentatoren haben bisweilen auch weit voneinander abweichende Ansichten über die Bedeutung bestimmter Sanskritwörter und Ausdrücke.